Überlegungen zum geplanten Baugebiet Weinberg West

Die Umfrage der Bürgerinitiative BIFAN zur Verkehrssituation am geplanten Baugebiet Weinberg-West haben wir aus unserer Sicht nach damaligem Sachstand beantwortet. Auszüge daraus sind im Folgenden dargestellt:

Ansbach, den 04.02.2020

Liebe engagierte Bürgerinnen und Bürger der Bürgerinitiative BIFAN,

vielen Dank für die Zusendung ihrer Umfrage. Sie haben mit großer Mühe einen umfassenden Fragebogen ausgearbeitet. Viele Themen u.a. aus den Bereichen Verkehrsinfrastruktur und Siedlungsentwicklung haben sie zur Debatte gestellt.

Hierzu nehmen wir wie folgt Stellung:

Der Verkehr hat in den meisten deutschen Städten auch im Jahr 2019 weiter zugenommen. Dies lässt sich einfach und verkürzt mit zwei Entwicklungen erklären:
a) die Zahl der zugelassenen Kraftfahrzeuge steigt in Deutschland nach wie vor stetig an. Allein in Bayern sind es mittlerweile ca. 8 Mio PKW. b) der Zuzug der Menschen vom Land in die Städte ist nach wie vor ungebrochen.

Eine der Folgen daraus ist unschwer zu erkennen: in den deutschen Städten nahm die die Zahl der Autofahrer auch im Jahr 2019 noch immer weiter zu. Diese ganz allgemeine Entwicklung ist auch in Ansbach zu spüren. Kommunalpolitik kann an dieser Situation nur geringfügig und begrenzt Einfluss nehmen. Dennoch sind wir uns bewusst, dass wir nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes alles daran setzen müssen, diese Entwicklung auch in Ansbach umzukehren. Wir hoffen dabei auf die Unterstützung der Europa-, Bundes-, und Landespolitik sowie der Gesetzgeber, denn alleine können wir das nicht schaffen. Im Übrigen sind wir bestrebt, die Grundsätze unseres Grundsatz- und Parteiprogrammes auch bei der speziellen Verkehrs- und Siedlungspolitik in Ansbach so weit wie möglich zu beachten. Soweit unsere Vorbemerkungen.

Mit ihrem Fragebogen haben sie eine Vielzahl an Themen angesprochen, auf deren Beantwortung wir im Detail leider nicht weiter eingehen werden. Denn es ist unseres Erachtens bei der Beantwortung der Fragen nicht damit getan, ein paar wohlfeile Stichpunkte oder Sätze niederzuschreiben. Dies würde der Komplexität des Sachverhaltes nicht gerecht. Dem entsprechend sind auch die Stadträte unserer Fraktion der Meinung: Erst wenn die notwendigen Fakten auf dem Tisch liegen, kann über die weitere Vorgehensweise entschieden werden. Das in Auftrag gegebene erweiterte Verkehrsgutachten ist dazu ein wichtiger Bestandteil.

Viele der genannten Ziele können nach unserer Überzeugung nur gemeinsam umgesetzt werden und dabei sollte stets auch das Wohl der Allgemeinheit und der gesamten Stadt Ansbach mit beachtet werden. Und dafür ist nicht nur die Meinung der Bürger oder des Stadtrates gefragt sondern auch der Rat und die Erfahrung von Verwaltung, Sachverständigen und Experten.

Es liegt der ÖDP sehr am Herzen, für alle Bürgerinnen und Bürger die beste Lösung für ein vernünftiges und zukunftsorientiertes Verkehrskonzept zu finden.

Zur Verkehrssituation am Strüther Hang liegt nun eine umfangreiche Verkehrsuntersuchung vor. Sie wurde dem Stadtrat und den interessierten Bürgern bereits vorgestellt. Eine endgültige Meinungsbildung seitens der ÖDP steht allerdings noch aus. 

Im Folgenden haben wir einige Fakten zu einer möglichen Durchbindung der Bayreuther Straße zur Staatsstraße zusammengetragen.

  • Aufweitungen für Abbiegespuren sind auf der Staatsstraße erforderlich 
  • Ampelanlage mitten auf der Bergstrecke
  • Verbindungsstraße mit Böschungen H=2m (Platzbedarf)
  • Flächenerwerb 2500 bis 3000 m² für Straßen, Böschungen und Knoten
  • Gesamte Fläche des geplanten Wohngebietes nur ca. 15.000 m².
  • Es gehen fast 20% des Wohngebietes allein für die Querverbindung verloren.
  • Lärmschutz der ST2255 zum Wohngebiet ist im Knotenbereich unterbrochen

Verbesserungen in Verkehrsführung und Ampelschaltung an der bestehenden Kreuzung (Retti/Rügländer Str.) sind in jedem Fall vorzunehmen. 

  • Grob geschätzte Baukosten: ca. 300.000 € ohne Flächenerwerb
  • Kosten wären voraussichtlich von der Stadt zu tragen
Menü